Pferd.
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in Lanzen und Säbel, und der Gebrauch dieser drey-erl>y Waffen nöthigt sie, sich aufzurichten, um sichihrer gut zu bedienen.
Ihre Art zu kriegen besteht, wie bekannt, imAngreifen und Zurückfliehen. Ihre Stellung auf demSattel macht, daß sie sich leicht auf den Hais derStute vorlegen, und der Lanze oder dem Wurfspie-ße ausweichen können. Ihre Pferde sind gewöhntim strengsten Galopp fortzulaufen, und plötzlich stillzu halten, um sich sogleich umzudrehen, und demFeinde die Lanze vorzuhalten. Da nun die größteLugend einer arabischen Stute darin besteht, daß siezur rechten Zeit fliehen könne, so werben sie in derJugend daran gewöhnt, indem man sie mit derLanze auf dem Rücken verfolgt; sie sind auch so dar-an gewöhnt, daß, wenn sie einen Reiter hinter sichmerken, man ihnen nur den Zügel darf schießen las-sen, um sie verschwinden zu machen.
Die Lanze eines arabischen Reiters besteht auseinem chinesischen Bambus, das knotig, leicht, ela-stisch, zwölf Schuh lang, und mit eurem spitzigenscharfen Eisen versehen ist, unter welchem ein Quastvon schwarzer Seide hängt. Sie ist in ihren Hän-den nickt unbeweglich, wie die unserer alten Krieger,denn beym Angriffe fassen sie dieselbe ein Drittelweit vom Eisen, und werfen sie vorwärts, indemsie sie durch die Hand gleiten lassen, ohne sie ganzfahren zu lassen.
Der arabische Reiter ist so gelenkig, daß er sich,auf seine Lanze stützend, aus sein Pferd schwinge.
Sie haben eine sehr gute Gewohnheit, die Fü-ße ihrer Pferde beständig gut zu erhalten. Wenn sievon einem Ritte zurückkommen, und das Pferd nochfeucht ist, so führen sie es beym Zügel eine guteViertelstunde spatzleren, bevor sie es anbinden, undlassen es nachher noch eine oder zwey Stunden imSattel, bevor sie ihm zu fressen geben.
Sie haben auch eine eigene Art ihre Stutenempfangen zu machen. Wenn sie merken, daß sie hi,tzig sind, so reiten sie dieselben drey bis vier Lagenach einander, um sie zu ermüden, und vermindernihre Ration, um sie zu schwachen. Hierin stimmensie Mlt Busson überein, welcher behauptet, daß dieam wenigsten lebhaften Weibchen am besten em-pfangen. ' '
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