5O Pferd.
in Europa, in Asien und Afrika der erste Ranggebühret; daß ferner der arabische vielleicht al»lein der wahre Himmelsstrich für die Pferdeund der beste unter allen ist, weil man daselbst,anstatt die einheimischen Arten mit fremden zu.vermischen, jene vielmehr mit der größten Sorg-falt in ihrer ursprünglichen Reinheit zu erhal-ten suchet, und daß allerdings, wenn auch die-ser Himmelsstrich nicht unter allen der beste fürdie Pferde wäre, die Araber ihm doch durch dievon scher angewandte Bemühung, die Arten zuveredeln, indem sie allemahl nur die wohlgebau-testen Pferde vom ersten Range zusammenbrach-ten, diesen Vorzug besonders eigen gemacht ha-ben. Durch diesen sorgfältigen Fleiß, den sieunermüdet ganze Jahrhunderte fortsetzten, konn-ten sie freylich die Arten zu einer größern Voll-kommenheit bringen, als die Natur allein inden besten Himmelsstrichen würde gethan Haben.Es läßt sich hieraus ferner schließen, daß diemehr warmen als kalten Himmelsstriche, beson-ders trockne Länder, allerdings der Natur dieserThiere am angemessensten sind; daß die kleinenPferde überhaupt einen Vorzug vor den größernverdienen, daß eine sorgfältige Wartung allenPferden eben so unentbehrlich, als die Nahrungist, und daß man bey ihnen mit Gelindigkeitund Liebkosungen viel mehr ausrichten kann, alsmit Gewalt und Schlagen; daß die Pferde inwarmen Landern weit festere Knochen, härteresHorn und stärkere Muskeln, als in unsern Him,mclsstrichen bekommen; daß ihnen zwar dieWarme zuträglicher, als die Kalte, daß aberdennoch eine übermäßige Hitze ihnen allemahlnachrheilig sey; daß ihnen große Kälte größernSchaden zufüget und daß ihr Betragen und