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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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Pferd.

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waren; daß die spanischen den parthischen gleichkamen und im Kriege erwünschte Dienste leiste»ten; daß es auch in Siebenbürgen uno Wal-lachey Pferde mir leichtem Kopf, großen, bisan die Erde herabhangenden Mahnen unv einemdicken Schweife gab, die sich durch einen schnel-len Lauf beliebt machten; daß man die dänischenfür wohlgebaute und gute Springer hielt; daßdie schwedischen *) und norwegischen zwarklein, aber'sehr wohlgebildet und flüchtig waren;daß die flanderischen den Ruf einer vorzüglichenStärke hatten; daß die Gallier den Römerngute Reit? und Lastpferde lieferten; daß diedeutschen Pferde wegen ihres schlechten Bauesund untauglicher Eigenschaften gar nicht ge-braucht würden; daß die Schweißer viel gute,zum Kriege taugliche Pferde hatten; daß au.xhdie ungarischen unter die guten Pferde gehöre-ten, und daß endlich die indischen Pferdesehr klein und eben so schwächlich waren.

Aus allen angeführten Umständen ist er-sichtlich, daß die arabischen Pferde zu allenZeiten,' sowohl in Ansehung ihrer Schönheit,als ihrer Nutzbarkeit, den Vorzug vor allenPferden in der Welt behauptet haben; daßfolglich denjenigen, welche man entweder unmit-telbar oder mittelbar von den Barbaren erhalt,

in

*) ltolpitsnlur >nter<tum lponts in Leonia et pnllilgDrliri;comrnii,,a«r ricur I^inn. ksiins 8ns,'. l7Ll. p. l6 Diegewöhnlichen cvel-rndischen Pferde sind zwar nur kleineKlepver, welche sehr geschwind und auf dem bloßen Fel-sen fortlaufen, ohne anSzualeiten oder anzustoßen; dochsind sie viel größer als die ganz kleine Art, welche Maneigentlich oelanoische Pferde nennet. S- Hin. v. Lin-us Reisen nach Oeland und Esthland, Halle 1764»;6. In Gothland werde« auch wilde Pferve eingefangen.S. Lbend. x. ar8.

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