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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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Pferd.

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wenn es ihm weder auf den Feldwachen, nochbey den Pikets' und Reserven sich zu legen zu-gestanden wird, wenn es Tag und Nacht mar-schieren, plänkeln, parrouilliren, und sich unauf-hörlich mit dem Feinde hcrumtummeln muß, wojedes andere Pferd ganz kraftlos, mager undbis zum Umfallen erschöpft wird, bleibt sich derPohle auch bey diesen fürchterlichen Fatiguennoch ziemlich gleich.

Aber auch noch aus einer andern Hinsicht,

- aus seiner natürlichen Unerschrockenheit beymFeuern ist der Pohle zu dem Dienste eines Sol-datenpferdes sehr geschickt; es gibt wenig Pohslen, die sich vor dem Schusse fürchteten; jedeandere Pferderäße scheut sich vor dem Knalldes Feuergewehrs mehr, als diese, die die mehr-sten Mahle erlaubt, daß man ohne alle wettereVorbereitung und Gewöhnung an diesen Ge-genstand gleich von ihnen herabfeuern darf.

Was also der Pohle für den Privatmannnicht ist, und vermöge seiner Temperamentsan-lagen, und seines in der frühern Jugend so we-nig cultivirten Zustandes nicht seyn kann, nähm-lich ein gutes, brauchbares, für seinen Reiterin jeder Hinsicht paffendes Pferd, das leistet erdoch als Soldatenpfcrd, wozu er vorzüglich zudem Dienste der leichten Trupen das passendsteist. Nur sollte jeder Monarch oder die gesetzge-bende Gewalt des Staats auf den jetzigen Man-gel guter pohlnifcher Pferde Rücksicht zu neh-men und in ihren eigenen Provinzen durch NieAnlegung zweckmäßig eingerichteter Landgestüteeine Pferderäße zu erziehen suchen, die diesenan Ausdauer und übrigen Anlagen zu einemSoldatenpferde so ziemlich gleichkäme, damit dieRemontirimg ihrer Cavallerie nicht so von den

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