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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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Pferd. 95

verschiedenen Verhältnissen anderer Staaten ge-gen vie idrigen abhinge, lind der Verlust deeRegimenter nicht so wie jetzt oft mit pohlnischenKrüppeln und Fohlen ersetzt würde.

Unter den Krankheiten, wozu die Raße despohlnischen Pferdes besonders geneigt ist, stehenalle Hnfgebrcchen oben an, selten findet man ei-nen Pohlen, der ganz frey von Stemgallen, ein-gelaufenen Wanden, Hornklüften u. d. gl. wä-re, und mehrere haben sogar schon einen Ent-zündungszustand ihres Hufes, den die gemeinemSchmiede Verschlag nennen, erhalten, ehe stedienstbar wurden.

Ferner ist der Pohle sehe zur Gicht undju allen aus dieser Körperkonstitucion entsprin-genden Knvchenaufblahungen, als Spar, SchaleRingbein u. d. gl. geneigt; und nicht selten ister durch die fariguanten Märsche aus seinemVaterlands, durch das Saufen aus stehendenfaules Sümpfen, durch schlechte Nahrung, ab-wechselnde Luft, auch dem Rohe ausgesetzt. Ei-ne Druse, die bey einem aus der eLolldbahnkommenden Pohlen zwey bis drey Monate an-hält, wird bedenklich, und endigt sich die meistenMahle mit dieser, für jetzt noch unheilbarenKrankheit.

Der Gang des Pohlen ist dem Tritte desspqnischen Pferdes gerade entgegengesetzt; wasjenes zu viel piaffirt, streift dieses zu nahe ander Erde hinweg; daher kommt es, daß auchder sicherste Pohle dann und wann anstößt. Ue-brigenö ist der Schritt des Pohlen sehr geschwind,und scheint nach den zu diesem Gange ange»nommenen Temvos etwas zu übereilt zu seyn;bey genauer Aufmerksamkeit findet man jedoch,daß die Cadencen bey den mehrsten richtig find,

und