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fahrung bestätigter Grundsatz ist: baß je später,sich der Bau und die Kräfte eines Thieres undeiner Pflanze entwickeln, sie auch um so langerihre jetzige Form beybehalten, und weit späterdurch die chemischen Gesetze der Auflösung wie»der vernichtet werden, als Thiere und Pflanzen,in deren beschleunigter Aufkeimung schon dieZerstörung ihres jetzigen Stoffs gegründet ist:
Mit dem dritten und vierten Zahre scheintder Pohle ein ganz anderes Wesen zu seyn, alser mit sechs und sieben Jahren ist, und es ge-hört eine eigene, bloß auf Erfahrung berechneteKenntniß dazu, in diesem Alter die Güte undSchönheit dieser Thierraße vorauszusagen; alleübrige Pferdekenntniß scheitert an dieser Klippe,die nur durch eine lange praktische Erfahrungumschifft werden kann. Im Ganzen kann manannehmen,, daß die häßlichsten, die übelgestaltet-sten in diesen Jahren beu dem Eintritt in dasPfekdcalter die schönsten und besten Pferde wer-den. Die übrigen Nüancen, die eine gute oderschlechte Ausbildung mir allen ihren Modifikati-onen erwarten lassen, liegen fast ganz in einempraktischen Gefühl, und es ist sogar gewiß, daßselbst der beste Pferdekenner den Pohlen vor sei-nem »«ausgebildeten Alter nicht beurtheilen, nochweniger die Mangel oder Vorzüge seiner Bau-art voraussagen kann, wenn er nicht die polni-sche Pferderaße bey ihrer Ausbildung praktischstudirt, und ihre versteckte Entwickelung durchViele Erfahrungen beobachtet hat.
In dem Umgänge mit andern Pferden istder Pohle im Allgemeinen genommen als einFreund aller Gesellschaft, verträglich und fried-fertig, vorzüglich gegen alle Pferde von seinerRaße, die er unter allen andern herauszusuchen
G weiß.