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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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Pferd.

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derm reiten, als von seinem Wärter, der ihndurch sorgfältige Pflege arglos gemacht hat *).

Selbst gegen seine gewöhnliche Equipage»wenn er nur einen fremden Riemen daran zubemerken glaubt, den er nicht schon durch dieErfahrung als unschädlich für sich gefunden hat,ist der Pohle mißtrauisch; daher kommt es diemeisten Mahle, daß die noch nicht völlig thäti-gen Pohlen bey den Regimentern, die bis jetztrecht ruhig gingen, auf einmahl zu bocken an-fangen, wenn sie bey der Musterung ihren Putz»ihr neues Lederzeug, ihre neuen Chabraken unddie zierlich gewickelten Mantel ihrer Reiter sehen.

Selbst vollkommen tbatig gerittene Pohlenverrichten ihre erlernten Bewegungen nur mithalber Aufmerksamkeit, wenn sie sich in einemZirkel von fremden Menschen und unbekanntenGegenständen bestnden. So wird z. B. einPohle, der nur immer im Freyen geritten wur-de, und hier alle Gange noch so rein und rich-tig ging, seine Bewegungen gestört und wie ver-wirrt machen, wenn er in einer verschlossenenBahn, die mit allen Apparaten der Reitkunst,mit Pilaren, Spxi-gwanden, Fahnen, Trom-meln, Spiegeln, Leinen, Peitschen, Lanzen unddergl. geziert ist, Gegenstände, die er alle nochnicht so eng vereinigt beysammen sah, gerittenwird.

Es geht sogar so weit, daß, wenn man ei-nem wirklich schon alten und übrigens völlig

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Dieses Mißtrauen gegen Fremde ;u täuschen, muß manoft bey der Ablichtung der pohlnischen Pferde das Kleidihrer Wärter anziehen, daß sie nicht sowohl der Farbe alsdem Gerüche nach kennen, es beriechen und sich nun wil-lig besteigen lassen, da es ohne RiwenLunz dieser Listoft bey aller Vorsicht und Geschwindigkeit nicht möglichseyn würde, sie zu besteigen.