Pferd.
100
mehrere Schritte über die Richtung des Regi-ments hinausjagen.
So wie überhaupt der Pohle aus Zurück-haltung seiner Kräfte selten durchgeht; denn fastnie wird man einen Pohlen finden, der im ei-gentlichen Sinne des Worts vollkommen unauf-haltsam wäre; läuft er ja einmahl aus Mangeldes Gefühls, aus Mangel an Haltung auf sei-nem Hintertheile, und aus Unbekanntschaft mitdem Mundstück und dem Verhalten, wozu ihndie Wirkungen dieser Maschine bestimmen sol-len, ein kurzes Stück wider den Willen seinesReiters fort, so hört er doch bald von selbstwieder auf, und nimmt, um seinen Reiter vonsich zu entfernen, eher zu dem Bocken alü zuso einer ihn ganz entkräftenden Maxime seineZuflucht, da er überdieß das erstere Mittel, un-srer Sklaverey zu entgehen, weit wirksamer alsdas letztere findet. '
Nicht weniger Bemerkungen ließen sich inHinsicht seines Mißtrauens aufstellen; denn imGanzen kann man fast alle seine kleinen Bos-heiten, Übeln Angewohnheiten und hämischen.Neckereien auf diesen Hauptzug seines Charak«ters reduciren.
Der Pohle laßt sich nicht gern ins Maulsehen, beschlagen, putzen, aufzäumen, satteln/packen, im Stall aus- und einführen und dergl,weil er mißtrauisch ist, weil er nicht ohne Gru nddurch alle diese Eingriffe in seinen sich seldstüberlassenen Zustand nachtheilige Folgen für sei-ne Freyheit und seine Unabhängigkeit fürchtet,die er über alles liebt.
Er läßt sich nicht gern von jemand andremfüttern, noch weniger gern sich von jemand an-
derm