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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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Pferd. I2l

Endlich ist noch in Absicht der Ohren zumerken, daß solche nebst den Augen die gegen-wärtige Stimmung des Körpers verrathen, da-her man aus ihren Bewegungen den sicherstenSchluß auf die Gesundheit, Neigung und denWillen eines Pferdes machen kann.

2) Das Genick, das sich hinter den Oh-ren, da, wo das Hauptgestell seine Lage hak,.be-findet, muß gehörig lang, dabey plart und anden Seiten sanft gerundet seyn. Ist es zu kurz,so kann das Pferd den Kopf nicht gehörig her-beybringen und einen guten Zaum machen; da-her es denn häßlich fürs Auge und unangenehmin der Hand wird. In diesem Falle'ist die Grenz-linie zwischen Kopf und Hals nicht ausgedrücktund der Kopf hak zu wenig Spielraum in sei-ner Bewegung. Ist hier eine Geschwulst, oderein offenes Geschwür anzutreffen, das in dieMuskeln und Sehnen geht, und viel wässerigenübel riechenden Eyrer gibt; so sind es Zeichen voneiner Nackenfistel. Diese entsteht selten von äu-ßerlicher Gewalt, sondern entspringt gemeiniglichaus scharfen Säften, die sich die Pferde auf ei-ner feuchten und sumpfigen Weide zugezogen ha-ben. Sie ist als sehr bedeutend anzusehen undschließt ein jedes damit behaftete Pferd voinKauft aus.

Die kleinen nässenden Stellen oder Geschwü-re, die man zu Zeiten in den Mähnen, da, wodie Ha'ftcr liegt, wahrnimmt, haben ohne Zwei-fel in Unrcinlichkeit und daher entstandener ver-hinderter Ausdünstung ihren Grund. Sie veran-lafftn denk Pferde zwar anfangs beym Berühreneinen empfindlichen Schmerz, der,aber bey ange-messener Behandlung bald nachlaßt, auch sindsie weiter von keinen bösen Folgen.

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