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Pferd.
ner, nach der Oberfläche des Augapfels geboge-ner, im großen Augenwinkel befindlicher Knorpel,der im gesunden Zustande des Auges nur wenighervorragt und sichtbar ist.
Die Benennung Nagel, die gewöhnlichstefür diesen Knorpel, ist von seiner gebogenen tzierstalt, die einem Nagel vom menschlichen Fingerähnelt, enriehnt. B'unz- oder Vogelhaus heißter, weil das Federvieh einen ähnlichen Körperhat; und den Nahmen drittes Augenlied ver-dient er in Rücksicht seines Nahens, der gleichdem der Augenlieder in der Beschüßung des Au-ges besteht Denn sobald dasselbe von einem sremrden Körper berührt oder Hex,ißt wird, Dringt so»gleich dieser Theil hervor und überzieht den Augsapfel.
Der Nage! darf bey einem schönen Äugenur wenig aus dem großen Augekiwinkel hervbrsstehen und muß sich hrerse'bst ganz dünn und schürfzeigen. Ragt er weit uns in Gestalt eines dik-ken Randes hervor, so macht dies nicht nur ei-nen widerlichen Eindruck, sondern es ist alsdennauch nicht selten der Fall, daß die Augen schwachund zu Entzündungen geneigt sind.
Die gemeinen Pferdeärzte Machen zu Zeitenbey Augeuenczündungen eineOpexanon an diesemTheile, die unter dem Nahmen des Nagelschnei-bens bekannt ist, und darin besteht, daß sie denNagel bald zum Theil, bald ganz herausschnei-den. Da den heftigen Augenentzündungen -erNagel nicht selten etwas hervordringtr ss hgtman geglaubt, daß derselbe zu groß und zu fettsey Und daher das Auge drücke und die Entzün-dung desselben hervorbringe, .welches denn dieVeranlassung zu jener unbesonnenen Operationgegeben hak. Das Hervordringen des Nagels ist
aber