Pferd. I5l
Gesicht, daher denn die Pferde, bey denen die«scs statt findet, besonders wenn sie eine sehrempfindliche Natur haben, scheu und unsicherim Gebrauche find.
Zm Innern muß das Auge rein und klarseyn, und darf sich nicht das geringste von un-durchsichtigen Flecken darin befinden. Undurch-sichtige Punkte in der Pupille find als ein An-fang vom weißen Staare anzusehen, wie denneine weiße oder graue Pupille die Gegenwarteines weißen oder grauen Graars anzeigt.
Es ist übrigens noch anzumerken, daß wennman die Augen zur Beurtheilung ihrer Gesund-heit genau besehen will, man das Pferd in einangemessenes Licht stellen müsse. Dieses erhaltman, wenn das Pferd so geführt wird, -aß derKopf gegen das helle Licht gerichtet, der Hin-terrheil aber im Dunkeln steht. Man kann eszu dem Ende in eine Stallthür oder unter ei-nen Wagenschoppen ziehen, und alsdann dieAugen aus allen Punkten, nähmlich von vorn,von der Seite und von hinten gehörig betrachten.
Der Versuch, der im gemeinen Leben zurErforschung, in wie fern ein Pferd sehen kann,oder nicht, gewöhnlich gemacht wird, und darinbesteht, daß man mit einem oder ein Paar Fin-gern Nahe vor den Augen des Pferdes hin undherfahrt, ist, weil die Bewegung Wind verur-sacht, leicht rrüglich, und muß wenigstens mitVorsicht angestellt werden. Es ist in solchenFällen besser, wenn man dem Pferde, -essen Ge-sicht man untersuchen will, ein Auge um -aSandre zubindet, und es alsdann, nachdem manes einigemahl auf einem freyen Plahe hin- undhergezogen, vor eine Wand oder irgend einenandern Gegenstand führt.
Z s. Ein