IZ2 Pferd.
Ein Pferd kann auch mit völlig klarenAugen blind seyn, und den sogenannten schwar-zen Graar haben. Dieser hat seinen Sitz indem Sehnerven selbst, der gefühllos, mithin un-fähig ist, den Eindruck, den die Strahlen aufdie Netzhaut machen, ins Gehirn zu übertragen.In diesem Falle findet, wenn beyde Augen vomschwarzen Staar befallen sind, keine-Bewegungin den Pupillen statt: leider aber nur ein Augean dem Uebel, so stimmt die Bewegung der Pu-pille des kranken Auges zu Zeiten ganz mit demdes gesunden Auges überein. Verhindert manin solchem Falle durch Zubinden das Einfallender Lichtstrahlen ins gesunde Auge, so öffnet sichsofort die Pupille des blinden Auges, indem siean sich gegen die Einwirkung des Lichts unem-pfindlich ist. Man kann sich in diesem Falledurch den eben angezeigten Versuch überzeugen,ob das Pferd sehen könne, so wie man dennauch die völlige Blindheit eines Pferdes an demHochtragen des Kopfes, den gespannten, hor-chenden Ohren und den im Gange hoch aufge-hobenen Schenkeln erkennen kann.
Ueber die Augen der Pferde und derenZufalle sehe mau auch den Art. Auge, ?h. z,S. 4 fl., und besonders den Art. Angenkrank-Heiken -er pfer-e, daselbst, S. 25 — 46.
16) Die Nase macht den vordern Randdes Kopfes von der Stirn bis zu den Nasen-löchern herunter aus. Zhre Richtung bestimmtnebst der Stirn die Gestalt des Kopfes.- Nachdes Herrn Havemann's Urtheile ist diejenigedie beste und gefallendste, die gerade ist, und nurim Herabsteigen nach der Nasenspitze zu, sichsanft rückwärts beugt.
Da,