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los; auch sind, wenn zwey Zahnlücken da sind,solche gewöhnlich beyde in eben derselbe Kinnla-de. Sind aber einige Füllenzahne vorn Roßkam-me ausgebrochen; so lassen sich in deren Lücke»weder Pferdezähne sehen noch fühlet,, und diezu eben der Zeit auszuwerfenden Füüenzähne sit-zen noch vollkommen fest.
Zn den Zeiten, .wenn junge Pferde vonbrauchbarem Alter, etwa zum Kriege, in großerMenge gesucht werden: so wissen diejenigen, diePferde aufziehen und die Roßkämme bey ihrenFüllen den Ausbruch der Pferdezähne zu beschleuni-gen, und ihnen dadurch däs Ansehen eines hö-heren Alters zu geben. Sie brechen nähmlich ih-ren Zahr alten Fällen, wenn sie den zwey-ten Sommer aufgestallt werden, die vier Milch-zangenzähne aus, die, wenn das Thier zweyZahr alt geworden, schon wieder durch Pferde-zähne erseht sind. Ein solches zweyjährige« Fül-len, bey dem die Pferdezangenzähne durch Kunstherausgelockt sind, gilt allgemein für dkeyjährig,und wird dafür verkauft und bezahlt. Bey ei-nem drey- und vierjährigen wird dieser Betrugnach Umständen auch gemacht, und auf dieseArt wird selbst der Kenner, in Absicht des Al-ters eincS so gemißhandelten Füllens, hintergansgen werden.
Da der Werth eines dienstfähigen Pferdesvorzüglich mit von seinem Alter abhängt, so hatdieß Roßkämme veranlaßt, den Zähnen eines al-ten Pferdes das Ansehen von jüngeren Zähnenzu geben. Das Verfahren dabey ist folgendes:Es werden Pferde mit ziemlich kurzen Zähnengewählt, wie sich dergleichen besonders unterWeidepferden finden, und ihnen mimlst einesGrabstichels auf den Eckzähnen Kunden cinge-
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