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graben. Alsdann wird etwas Vitriol in die ein-gegrabenen Kiinden gegeben, worauf sie mit ei-nem glühenden Eisen schwarz gebrannt werden.Wollen die Roßkamme es recht künstlich machen,so graben sie geringe Kunden auf die Mittel«zahne, und geben ihnen ebenfalls eine schwarzeFarbe. Daß die längerer., Zahne von Roßkammenabgesäget und das Pferd durch ihre Verkürzungjünger scheinend gemacht werden sollte, roie die-ses von verschiedenen behauptet, und von man-chen für wahr gehalten wird, können nur-dieje-nigen glauben, denen die zum Sagen und Fei-len sehr ungeschickte und zu harre Substanz derZahne gar nicht bekannt ist, zu geschwergen, daßdiese Künstelet) sogleich augenfällig werden müß-te, weil die a-bgekürzten Schneidezähne nicht ge-nau auf einander passen würden.
Ein auf die eben beschriebene Weise präpa-rirtes Pferd wird gewöhnlich vom Roßkammefür sechsjährig ausgegeben und verkauft., Es istzwar nicht zu leugnen, daß es den gewinnsüchti-gen Roßkammen oftmahls glückt, dergleichenPferde, die in der Kunstsprache des Ro.ckammsgegtrschre Pferde genannt werden, nach Wunschan Mann zu dringen. W-r indessen nur eini-germaßen die Beschaffenheit der Zähne in demverschiedenen Alter kennt, wird schwerlich durcheinen solchen Betrug hintergangen werden können.
Die Kunden der gegnschten Pferde habennie eine natürliche, g'atte, länglichr runde Gestalt,sondern sie haben vielmehr von dem ausgeglute-nen Grabstichel am Rande Schrammen. Vorzüg-lich kenntlich sind die nachgemachten Kunden da-dnrcki,.daß ihnen an ihrem Umfange die emaille»ne Eiüfaffnng fehlt, welche die natürlichen ha-ben. Wer übrigens die Beschaffenheit und die
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