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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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Pferd.

Pferde mit diesem Fehler haben zu wenigAnlehnung aufs Mundstück, schnellen mit demKopfe, erhalten nie eine stäte Stellung, streckendie Nase in die Luft, und werfen bey schnellemLaufen, nicht selten das Mundstück in die Lef-.zen *). Ein Fehler, der für den Reiter sehrgefährlich werden kann.

Zu dicke und kurze Halse sind immer ver-einiget, am häufigsten aber findet man sie beyKosakischen und Lithauischen Pferden. DieserFehler ist jedoch nicht so auffallend, da dasganze Gebäude dieser Thiere gewöhnlich klein,kurz und gedrungen ist. Auch hat er keinenEinfluß auf die Fühlbarkeit des Mauls, wenndas Thier übrigens ins Gleichgewicht gesetzt, derHals zurückgearbeitet, und die Schwere mehrauf die Hankschen vertheilt ist. Zm Gegentheilhaben dergleichen Hälse noch das Gute, daß sienicht so beweglich sind, und in der Stellung un-verändert stehen bleiben, in welche sie einmahlgesetzt sind.

Der zu lange Hals ist eine ausschließlicheEigenschaft aller Engländer. Vorzüglich ist die-ser Fehler der Narionalraße dieser Pferde eigen.Auch in manchen Polnischen Gestüten scheintdieser Fehler erblich zu seyn.

Die meisten Hälse von dieser Bauart sindzugleich mit steif, in den Ganaschen verwachsen,so daß sich der untere Theil des Halses nicht

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') Das Mundstück in die Lefze» werfen heißt, wenn einPferd in der Carriere au» zu vieler Beweglichkeit desHalses die Nase in die Luft streckt, und dadurch denEindrücken des Mundstückes auf die Laden entgehet, darnunmehr nur wie eine Trense in die Winkel der Lippen,j« die Leizen wirken kann. Unter ungeschickten Retternthun es sensible Pferde oft shne Anlage dazu nur ausSchmer;, um den empfindliche» Wirtungen der rüdenZaust zu entgehen.