Pferd.
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Der niedrige Widerriß fehlt gegen dasEbenmaß und ist aus der Hinsicht für ein Pferdmangelhaft, weil die Last des Reiters und desPferdes selbst, wenn sie nicht durch eine guteFaust und die Kenntniß der höher» Reitkunstüberhaupt gleichförmig vertheilt wird, zu vielauf den Schultern liegt, ein Fehler, der nichtallein die voroern Schenkel des Thieres zu vielund vor der Zeit abstumpft, sondern auch eineprallend rüde Bewegung bey den Gangen desPferdes für den Reiter hervorbringt. Daß dieseBauart indessen das Pferd im schnellen Laufenhinderte, wie einige Pferdekenncr glauben, istunrichtig. Die ganz wilden Pferde, die mannach der Erzählung einiger Reisenden in Ruß-land im Saporoger Gouvernement trifft, sindvorn viel niedriger als hinten, ungeachtet sie dieschnellsten Läufer sind.
Die Schnelligkeit des Laufens muß mandaher mehr in dem mehr oder weniger kräftigenHinterrheil des Pferdes, als in seinem etwaszu hohen oder zu niedrigen Widerrisse, suchen.
Durch das in der Reitkunst so modischgewordene Ausstecken des Pferdes, wissen betrü-gerische Noßkamme, indem sie zugleich das Thieretwas bergauf stellen, den Fehler des zu niedri-gen .Widerrisses in etwas zu verstecken.
Ein zu hoher, trockner Widerriß, der gleich-sam wie ein Hügel erscheint, beleidiget eben sosehr das Auge. als er für ein. Reitpferd nach-theiitg ist, weil es mit dieser fehlerhaften Bau-art bey weiten Märschen selten den nachtheiligenFolgen des Drückens entgehet.
Zm Ganzen genommen scheint ein nach die-sen Angaben fehlerhaft und Übel gestalteter Wirderrch ein spezifisches Kennzeichen vonderschlechs
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