IY4 Pferd.
jer wo nicht ganz unmerklich, doch gewiß weni-ger M die Augen fallend macht.
Schenkel, an welchen man die Kniee zuviel einwärts gebogen findet, nennt man Smie-bohrer, oder kuhlärsch. Der Fehler entsteht,wenn die Knieknochen eine falsche Richtung ha-ben. In den: Fall müssen die innern Seiten-bänder zu viel nachgeben, die Kniee kommen zunahe zusammen, die Schenkel verlieren die geradeRichtung, und das Thier den Werth.
Der entgegengesetzte Fehler ist, wenn dieSchenkel am Knie zu weit auswärts gestelletsind. Man sagt von einem Pferde mit diesemFehler: „es ist knieweit." Dieser Mangel desrichtigen Baues vermindert zwar die Schönheitdes Thiers, aber nicht den Werth, da er wederdie Verrichtung noch die Kraftäußerung derSchenkel hindert.
Pferde, deren Schenkel zu viel einwärtsgestellet find, nennt Man Zehenrreter. So feh-lerhaft diese Stellung auch ist, so hat sie doch,wenn die Pferde nicht kreuzen, keinen Nachtheilligen Einfluß auf die Sicherheit ihres Ganges.Es gibt Pferde, bey welchen beyde, oder nurein Schenkel, welches noch fehlerhafter ist, wieeinwärts, gedrehet, gestellet sind, die dessen unge-achtet ganz sicher treten. Indessen muß mandiese Fälle mehr für Ausnahmen ansehen, nachwelchen.sich das Ganze des fehlerhaften Gebäu-des nicht einstimmig beurtheilen läßt. Das Pferdsteht französisch oder wie ein Tanzmeister, sagtman von einem Pferde, dessen Schenkel aus-wärts gestellt sind. Ein Fehler, der auf dieSicherheit des Ganges Einfluß hat.
Pferde mit auswärts gestellten Schen-keln gehen auf einem nur etwas jchmahlen Pfade
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