Pferd.
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VI. Von den Schultern.
Die Schulter ist der oberste Theil desSchenkels. Sie erstreckt sich vom Widerriß, biszuin kleinen Schenkel. Ein platter Knochen,der das Schulterblatt genannt wird, und durchstarke Muskeln mit den benachbarten Knochenverbunden ist, macht den Grund derselben aus.
Schön und richtig gebauet sind die Schul-tern, wenn sie nicht zu weit vor noch zu weitzurück gelagert, wenn sie frey entbunden, be-weglich und nervös sind, mit wenig fleischigenTheilen beladen, und sich unmerklich in den Wi-derriß verlieren.
Zu dicke fleischige Schultern belasten dieVorderhand. Nach dem allgemeinen Grundsatzsind Pferde mit diesen fetten fleischigen Schul-tern zum Reitdienst zu schwer. Indessen hatman doch Pferde, die Ausnahmen von dieserRegel machen, und bey all ihrem unbeweglichenAnsehen eine angenehme Leichtigkeit besitzen: eineEigenschaft, die mehr aus der freyen Bewegungder Schulterblätter selbst und aus dem elastischenZustande ihrer Muskeln, als von der vermehrtenoder verringerten Menge der Fleischbedeckungentstehet. Gewiß ist es jedoch, daß alle Pferdemit dicken, fleischigen, belasteten Schultern voneiner groben Pferderaße abstammen (ein ähnli-ches Urtheil hat man auch von solchen Pferdenzu fällen, deren Schultern unter dem Widerriß,vor dem Sattel, in Gestalt eines dicken Klum-pens Herausliegen), da hingegen alle Pferde vonedler Abstammung magre, leichte, sehnige Schul,teen besitzen. Der Mangel an Bewegung inden Schultern, und daher die Steisigkeit in den, ganzen Schenkeln ist entweder ein Naturfehler,
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