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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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2! 6 Pferd.

XI. Von den Flechsen des Schienbeins *).

Die Flechse oder Sehne, welche rückwärtsam Schienbein herabläuft, und den HinternTheil desselben ausmacht, entspringet v-on denBeugemuskeln des Hufs.

Ihr Wesen bestehet aus dichten, zähen,elastischen Fasern, die Fortsätze von den Mus-kelfasern sind. Ihr Bau ist entweder ^und oderbreit. In beyden Fallen kann die Flechse schönund gut seyn, doch gestehet man der letzter»den Vorzug zu, weil alle Pferde von feinerRaße.damit bezeichnet sind.

Uebrigens ist die Flechse schön, wenn sie ih-re gehörige Lange hat, nicht zu nahe und festan das Schienbein angeheftet ist, wenn sie starkund breit in ihrem Umfange, wenn sie sich un-ten spaltet, und wie eine Verdoppelung empor-steiget, als bestände sie aus einer doppeltenFlechse. Je weiter dieser Spalt ist, desto schönerist die Flechse, desto starker die Muskeln am Ke-gel, desto leichter die mechanische Bewegung derHebelkraft, und desto kräftiger der ganze Schen-kel selbst.

Uebel gebaut ist die Flechse, wenn sie zufest an das Schienbein ««gedrechselt, öder wieangebunden ist: und mangelhaft, wenn sie ge-schwollen, schmerzhaft oder verhärtet, oder mitKnoten versehen ist, die der Hand entgleiten,wenn man an der Sehne herabfahrt.

Unter diese Gebrechen der Flechse gehöretder Gehnenklapp. Er bestehet in einer schmerz-haften Geschwulst, die gewöhnlich durch einernehrentheils beym Laufen oder Springen ver-anlaßte widernatürliche Ausdehnung dieser Seh-ne

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