Pferd. 217
ne, oder durch zu viele, die Kräfte des Pferdesübersteigende Arbeit und Strapaze verursachewird.
Da man geglaubt hat, daß er von einemSchlage des gleichseitigen Hintcrschenkels an dieSehne entstände, so hat man ihn Sehnen-klapp (oder Gehnenschlag) genannt. So un-möglich diese Verletzung auch nach der Strukturunv nach dem Maße der Bewegung des Hinter-schenkels geschehen kann, der im Gange nie bisan die Sehne des Vorderfchenkels vorgreift, sowahr ist es jedoch- daß andere Verletzungen die-ses Theils, als Stöße und Schlage ungeduldigerKnechte, wenn sich das Pferd nicht sogleich denHuf aufheben läßt, den Sehnenklapp hervorzu-bringen im Stande sind.
Er macht das Thier lahm, wenigstens festnen Gang unsicher und strauchelnd, und läßt,wenn auch die Lähmung geheilet ist, doch nochmehr oder weniger verhärtete schwielige Stellenin der Sehnenscheide zurück, die die ehemahligeKrankheit verrathen.
In der Scheide, welche die Flechse von ih-rer Entstehung bis zu ihrem Ausgange wie eineKapsel umgibt, sammelt sich bey zu vieler Ruhedes Thiers, oder nach einer überstandenen Krank-heit, zuweilen mehr Master an, als nach demnatürlichen Zustande da seyn sollte. Das Gleich-gewicht der absetzenden und einsaugenden Gefäß-ehen hört auf, das Fächergewebe der Sehnen-scheide wird mit einem grlblichten Wasser ange-füllt, die Verrichtung der Flechse gestört, unddas Thier geht nach dem Grade dieser unter-brochenen Verrichtung mehr oder weniger lahm.
Eine andere Krankheit der Flechsen sinddie sogenannten Sehnengallen, jene kleinern
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