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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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Pferd.

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ist es mit Oehlen, mit Salben, mit heißen,schmierigen Umschlägen verkleistert, ist der Scha-den aufs neue gereiht, blutend gemacht worden,hat sich die scharfe, fresstnde Jauche schon unterden Saum, schon unter die Wände des Hufesgefressen, so wird es unvertilgbar, alle Mittelsind vergebens, und das Thier schuhet aus. Ber-einigen Pferden scheint die Mauke ein absceß-arriger Auswurfsweg der Natur zu seyn. Dieweitere Beschreibung und Heilung dieses Uebels- sehe man im Art. i.Mauke, Th. 85, S. zzvss.

Eine andere örtliche Verletzung der Kessel,welche die Thiere hinkend macht, ist die Ver-renkung des Lesselgelenkes. Bald geschiehet. diese Ausdehnung der Gelenkbänder an der obernArtikulation, wo sich das Schienbein mit demFesselknochen verbindet, bald an dem unternTheile, wo die Fessel auf den Vertiefungen desKronbeins ruhet. Im letzterer Falle nennt mandie Luxation in der Sprache der Schmiede:„überkochen." Ob man diese Krankheit gleichnicht unter die gefährlichen zählt, so erfordertihre Heilung doch eine lange Zeit, viel Scho-nung des Thiers und eine natürliche Zusammen-ziehung der Bänder und Fasern, die man beymanchen Pferden nicht selten von den passend-sten Mitteln vergebens erwartet. Lange nochbleiben die Pferde lahm: man bemerkt dieseLähmung nicht sowohl im Gange gerade aus,als vielmehr im sahlingen Wenden des Thieresauf dem kranken Schenkel.

Pferde, die kurz gefesselt sind, sind einerVerrenkung des untern Fesselgelenks am meistenausgesetzt.

Bey Pferden, die schon viel gebraucht sind,die zu früh angeritten worden, die harte Kam-pagnen