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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
Entstehung
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Pferd.

Auf dem obern Theil und in der Mitte deräußern Seite des Kniees, findet man oft, daßdie Erhabenheit widernatürlich dick ist, und eineSchale formirt. Je starker diese Schale ist,desto mehr hemmt sie die Bewegung des Kniees,oder verursacht wenigstens einen Übeln Kniebau,welcher Schwache zum Grunde hat.

Qefter aber findet man, daß der untereTheil dieser Erhabenheit so scharf und hoch her»aus stehet, daß sie einem länglich geschürztenKnoten oder Strange ähnlich ist, ja daß sie ofthoher, als in der Mitte oder in dem Gelenkeist, und die Vereinigung mir dem obern Seiten-theile des Schienbeins ein Ansehen erhalt, alssey ein Stück herausgeschnitten, oder dasSchienbein sey oben dünner, als unten.

Diese widernatürliche Erhöhung nennt mandas Rehbein, auch Schale, oder der Raben-knochen stehet zu viel heraus.

Je stärker nun das Nehbein ist, und jeweiter es nach hinten auf die Beugeflechse stößt,desto schädlicher ist es. Die Pferde gehen vonNatur krumm und zaghaft, oder werden esdurch starke Anstrengung, weil die Flechse durchihre Bewegung sich daran reibt, und dem ThiereSchmerzen verursacht.

Bey der Entstehung ist das Nehbein schwerzu erkennen, insonderheit wenn es sich .mehr inder Mitte anseht. Indessen, obgleich es auchschon in diesem Falle einen Übeln Kniebau zumGrunde hat, und Schwäche verrath, so ist esdoch zu übersehen.

Llußgallen nennt man insgemein jene wi-dernatürliche weiche, runde Erhöhung, die bis-weilen in der Tiefe des Sprunggelenks, welchezwischen der Beugflechse und der Mitte der Er-habenheit hervorkommen. An