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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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zo6 Pferd.

Bey dem Galopp machen die Vordersätzeeigentlich keine eigenthümliche Bewegung aus,sondern sie werden vielmehr durch die Schnell-kraft der Hintern Kniebeugungen und der'Han-ken fortbewegt, weil aber selbige dennoch die Er-de verlassen, und wieder niedersetzen, so bemerktman bey diesem Gange dennoch Z Zeitpunkte.

Dieser Gang besteht also i) in einer Rei-he von Sprüngen, das ist, auf einander folgen-der Sprünge, welche 2) nicht unterbrochen wer-den sollen.

Es darf also nicht auf einen Sprung einanderer Gang, und wieder ein Sprung u. s. w.folgen, sondern das Pferd muß mit diesen Sprün-gen fortfahren, bis es überhaupt diesen Gang zuverändern angewiesen wird. Diese Sprünge,nähmlich ein jeder Sprung ist z) nach dreyZeitpunkten abgemessen. Wenn sich ein Pferd indiese springende Bewegung fetzt, stammt es deneinen Hinterfuß auf die Erde, welches der ersteZeitpunkt ist, und gleich darauf erheben sich derandere Hinterfuß nebst dem ihm entgegen gesetz-ten Vorderfuße, welchem unmittelbar der andereVorderfuß folgt, dergestalt, daß die Erhebungdieser drey Füße, wie zugleich geschehen, sich un-serm Auge darstellt. Die beyden einander gegen-über befindlichen Füße, welche sich nach dem stec-henden zugleich aufgehoben haben, fallen auch zu-gleich nieder, dergestalt, daß der Hinterfuß einenVvrsprung vor dem bekömmt, der zuerst auf dieErde gestämmt war, welches den andern Zeitpunktausmacht. Gleich darauf fallt nun auch der an»Here Vorderfuß nieder, welcher ebenmäßig einenVvrsprung vor dem zuerst niedergesetzten Vor-derfuße erhält. Hieraus folgt, daß beyde Füßeauf einer Seite vor dem auf der andern Seite

her-