Pferd. ZlZ
Die verschiedenen Mittel, welche man er-dacht hat, die Pferde von dieser üblen Ange-wöhnung zurück zu bringen,, finder^man im Art.Arippcnbeisier, Th- zz, S. zu fl. angegeben.
Die Stellung der Schenkel bey dem soge-nannten Schildern oder Ruhen verdient einigeAufmerksamkeit. Die beste Stellung beym Schil-dern ist, wenn das Pferd, indem es die Lastdes Hinterkheils auf einen Schenkel gelegt, denandern entweder auf der Stelle stehen laßt oderum etwas vorwärts seht. Die übelste von denverschiedenen Stellungen ist, wenn das Pferdden einen Hinterfuß auf die Krone des andernseht: denn wenn es in dieser Stellung erschricktund zusammenfahrt: so kann es sich leicht ge»fahrliche Tritte auf die Krone verursachen.Auch ist das Schildern auf der Zehe mit um-gekipptem Fuße eine üble Stellung, die, wenndqs Pferd erschrickt, leicht ein Ueberköthen ver-anlaßt, Es schildern übrigens alle Pferde, so-wohl die vermögsamen als die schwachen, indes-sen ruhen sich jene weniger als diese.
Solche Pferde, die beym Ruhen einenVorderfuß weit vorausstellcn, geben dadurch nichtsehten eine Schwäche im Schenkel zu erkennen,die vielleicht nach einer überstaudenen Buglah-rnung zurück geblieben ist.
Die Pferde, die statt zu schildern.im Stallsaußerordentlich gestreckt stehen, verrathen, daßsie von vieler Arbeit sehr gelitten haben und ab-genutzt sind. Man findet dergleichen vornähm-lich unter Pferden, die von fester Raße und zumschnellen Laufen gebraucht sind, als z. B. un-ter den polnischen und englischen Pferden> dielang? auf Jagden gedient haben.
Das