ZZo Pfew.
^ nach dem Alter, noch nach Dem Geschlecht ge--schieden sind, sondern sich nur unter sich selbstin Horden, in Familien abtheilen, und ihrerNeigung überlassen sich fortpflanzen.
In dem sonstigen Polen, in einem TheilVon Rußland, in Ungarn, in der Wällachey,in der Tarrarey und in Nordschottland findetman diese Gestüte. Sie sind die kostenlosestenUnter allen, nur erfordern sie eine Nusge-dehnte Flache angebauten Landes, und sind einBeweis, daß da, wo man sie sinket, das Landsehr unbebölkert sey.
Ein halbwildes Gestüt sind Pferdetrupps,die schon mehr als die vorhergehenden unter un-serer Obhut stehen, wo nur die Stuten denSommer hindurch sich selbst überlassen in Trif-ten und Wäldern umherirren, die Hengste aberim Stalle ernährt werden; oder wenn erstereauch das ganze Jahr in der Wildniß leben,doch die Befchälzeit Über in den Gestüthöfenversammelt, And von zahmen Hengsten belegtwerden.
Da diese Art Gestüte denselben Aufwand,dieselbe Zahl der Bedienung, dieselben Gebäude,Und noch einen großem Raum als ein zahnzesGestüt erfordern, so sind selbige selten, ob siegleich in vieler Hinsicht die besten sind. DasGennergestüc in der Grafschaft Lippe gehörtnach der Einrichtung, die man dabey gemachthat, unter diese Masse. Auch das Fürstlich«Lich-tenfteinsche Gestüt in Mahren, das Fürstlich--Schwarzenbergsche in Böhmen, das Potzman,nitskische in Ungarn, und einige Gestüte, snLitthauen waren von dieser Art. Jetzt sangtman in dem, ehemahligen Pohlen an, einige .wil-de GeWe in halbwild^ Mznschaffen. ' .