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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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Pferd. jzl

Ein zahmes Gestüt nennt man die Pfer-dezucht, die ausschließlich unter unserer Obhut' und Pflege steht, wovon die Trupps den Som-mer über am Tage-unter Aufsicht in gewissenAbtheilungen und eingeschränkten Bezirken nachdem Alter und dem Geschlechte gehütet, desNachts aber in Stall gebracht, Und den Win-ter über in demselben ernährt werden.

Die Sächsischen Gestüte sind von der Art,so auch-die Preußischen, Oesterreichischen, Meck-lenburgischen, Hvllsteinrschen, Dänischen, undandere mehr.

Unter Militaidgestüten versteht man dieanbeföhleNe Einrichtung, daß bet) jeder Escadronoder Compagnie eine.gewisse Anzahl Stutenvon Beschälern, die' Man beym Stäbe des Re-giments verpflegt, belegt werden. Diese Pferde-zucht war sonst bey der Kaiserlich österreichischenArmee gebräuchlich.

Ein Landgdstüc heißt, wenn die Stutender Unterthanen von herrschaftlichen, oder aufKosten des Staats unterhaltenen Hengsten be-legt werden, und über diese ganze Pferdezuchtdie Landpolrzey die Oberaufsicht hat.

Unter allen diesen Gestütearten verdient daswilde Gestüte iü der Hinsicht unsere grißreAufmerksamkeit, weil es uns Mit der Natur,mit der Neigung/ mit dem Znstirikt dieser Thüremu bekanntesten Macht, uns gleichsam ihre Le-- bensordnung in Hinsicht auf Nahrung undHeilung ihrer Gebrechen kehret. Es'verdientunsere Aufmerksamkeit, weit es die erste, die äl-teste Pferdezucht ist.

Ein