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der Hufe Heilte, wie würden sie nicht mit Sal-ben beschmieren, die zu gar nichts helfen, alsdaß sie den Beutel gewinnsüchtiger Roßarztefüllen. Wir würden lernen, daß die Natur eineweit weniger künstliche Salbe bey Entzündun-gen, bey Schaden dieser Theile verlangt, daßfeuchte Lehmerde, daß kaltes Wasser ohne Schmie-ren von hundert Ingredienzien das Uebel heilt.
Die Natur ist reich, sie ist unerschöpflichan Mitteln, die der Zerstöhrung, der Lebens-vernichtung, dem Tode entgegen sind. Das sichselbst überlassene Thier kennt sie alle; sein Na-turtrieb unterscheidet weislich, welche es genie-ßen soll, ordnet vorsichtig, wie viel es davonfressen darf. Nur durch die Sklaverey der Men-schen wird dieses wohlthätige Gefühl abgestumpft,verwischt, vernichtet, das den Kampf, zwischenTod und Leben so sehr zum Vortheil des letz«kern entscheidet.
Was wir bey der Heilung der innerlichenKrankheiten der Pferde ssehen, die in wildenGestüten ohne unsere Vorsorge umher irren,sehen wir auch bey der Heilung ihrer äußerli-chen Gebrechen; auch hier hilft, auch hier heiltdie Natur.
Die Natur stillt bey äußerlichen Verletzun-gen das Bluten, indem sie die von der Luftgereizten Fasern verkürzt, ihrem Befestigungsortnähert, die Gefäße verenget, verdrehet. Ist dieVerwundung beträchtlich, dringt sie in eine
Höhle, welche Eingeweide, welche zu dem Lebendes Thieres unentbehrliche Werkzeuge enthalt:
so nimmt das Pferd Stellungen an, durch wel-che die Wundlefzen einander berühren, das Ein-
Z z dringen