Pferd. z?9
entgegen zk gehen, sagt dem Pferde seine Schwa-che, es schützt den Kopf, und stellt dem Feindeeine Seite des Körpers dar, die zur Vertheidi-gung des Ganzen geschickt ist.
Doch nur um sich zu vertheidigen, nicht zumAngriff scheint, das Pferd diese Waffen kennengelernt zu haben. Es flieht bey dem Anblickeines ihm fremd und furchtbar scheinenden Thie-res, und läßt sieb nur dann in Streit ein,wenn es sich, um seine Jungen dem Feinde nichtzu überlassen, durch die Flucht nicht retten kann.
Bey dem Anblick eines Menschen kommtder Führer der Heerde, gewöhnlich der bravsteund stärkste Hengst, mit aufgeworfenem Schweifund aufgerissenen Nasenlöchern brausend auf dieihm ungewöhnliche Erscheinung zu, indem dieübrige Heerde entfernt, mit gespitzten Ohren undganzer Aufmerksamkeit auf alles was vorgehet,erwartungsvoll stehen bleibt. Der Hengst nahtsich indeß dem Menschen auf 12 bis i 8 Schritt,bleibt dann stehen, und brauset fürchterlich durchdie Nase; allein bey der geringsten Bewegung,die dieser macht, ergreift er die Flucht, undführt seine Heerde an einen von diesem ihm un-bekannten und gefährlichen Thiere entfernten Ort.
So wie ein Trieb, der tief in den Nervenwohnet, für seine eigene Erhaltung wacht, sosorgsam macht er auch die Pferde um die Er-haltung ihrer Jungen. Vorsichtig steht und legtsich die Stute neben ihrem Fohlen, ohne es zuverletzen. Wie sorgsam weiser sie das' jungeThier an das volle Euter, noch besorgter führtsie es, nie verliert sie es aus den Augen; ent-fernt es sich nur in etwas, so verfolgt oder locktsie es wieder. Vorsichtig führt sie es zum schnel-len Laufen, zu kühnen Sprüngen nn. Behüt-
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