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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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z6o Pferd.

sam sucht sie längs dem Ufer, des Grabensschmahlste Breite, springt hinüber, und kehreimmer noch besorgt mehrere Mahl zurück, bisendlich auch das junge Thier von seiner Mut-ter gelockt, seine Kräfte erprobend durch einenwüthigen Sprung ihr folget.

Gesellig durchstreichen die Thiere nach Ab»theilungen ihres Alters und ihrer Naße dieAuen. Einen andern Platz wählen sich die Al-ten. einen andern die Jungen, einen andern dieFüllen von einem Jahre, einen andern jene, dieden dritten Sommer weiden. Immer verträg-lich, ohne neidtsche Scheelsucht grasen sie ruhigneben einander, oder verfolgen sich scherzenddurch die öden Fluren, springen über Hecken,schwimmen durch Flüsse, bis sie ermüdet in ei-nem vertraulichen Kreise sich lagern.

Das ganze Gestüt ist in eine oder MehrereHeerden nach der Verwandtschaft des Bluts,nach der Raße, nach der Neigung abgetheilet.Kein Beschäler darf die Stute einer andernHeerde befruchten, wenn er nicht stärker, nichtböser, nicht braver ist, als die Hengste diesesTrupps.

Keine Stute geht zur andern Heerde über,wenn ihre Neigung von den Hengsten der ihri-gen abgekühlt werden kann.

Jeder Trupp besteht aus einer größer» oderkleinern Familie, die sich mit ihrer Zunahme,mit ihrer Vermehrung wieder in neue Heerdentheilt, und nach der Anzahl der Stuten von ei-nem oder mchrcrn Hengsten angeführt wird.

Diejenigen Hengste, die sich nach der Zeitan eine oder die andere Heerde anschließen wot^len, . müss n ihre Aufnahme durch Wum --durch Schläge, durch Bisse mit Todesgefahr '