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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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Pferd.

Z6b

den ersten Beschälern dieses Trupps erkaufen.Kein Fremder wird aufgenommen, kein Schwäch-ling kommt hinein, so lange die Hengste derHeerve ihr Recht vertheidigen können.

Ein allgemeiner Bund streitet wider allefremden Thiere, die mit den ersten Gestüten inkeiner Verbindung stehen. Aber auch bey denersten wird keins in die Gesellschaft aufgenom-men, das nicht im Streit, im Kampf bewiesenhat, daß es die Rechte des Ganzen fühlt, undzu erhalten versteht.

Die jungen und furchtsamen Hengste wer-den von den bösen, den starken, den ausgewach-senen Hengsten beschädigt, zu Krüppeln gemacht,und so lange verfolgt, bis sie das Gestüt verlas-sen, und ohne Stuten und ohne Nutzen einzelndie wüsten Felder durchirren.

Eben dieses Schicksal haben einzelne Heng-ste zu erwarten, die sich durch Raße, durch Ab-zeichnung, durch Farben, durch Haarglanz unddergleichen von den übrigen Hengsten und Stu-ten unterscheiden. Fast immer werden diese ge-schlagen, von der Heerde verjagt, wenn sie nichtan Stärke oder an Muth den übrigen Heng-sten gleich sind.

Die Stuten ergeben sich nun den Hengsten,die die schwächer« bezwungen, die Heerde ero-bert haben. Auch die Füllen, die sie erzeugen,bleiben bey diesem Hengste, der die Mutter be-deckt hat. Sie machen nun einen eigenen Trupp,eine eigene Familie aus. Immer ist ihr Beschä-ler unter ihnen. Nie darf sich ein fremder Hengstdieser Heerde nähern, und nie darf eine vondiesen Stuten den Hengst, und die Gesellschaft,worin sie steht, verlassen, so lange siecher Be-schäler übersehen kann.

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