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Nach dieser Zeit aber verlieren die Müt-ter ihre Eifersucht, allein die Vater behalten siesowohl gegen fremde Hengste als gegen ihreSöhne bey. Sie lassen keinen zu ihren Töch-tern, so lange sie die lehtern nicht nur selbst be-gatten, sondern auch ihre Söhne durch ihreKraft von andern Stuten abhalten können.
Sind die Stuten bedeckt, so trennen siesich von den gelten, von den unfruchtbar geblie-benen Stuten, sie verlassen ihre sonstigen Ge-spielen, und gesellen sich zur Gesellschaft der be-deckten, der trächtigen Stuten.
Ihre Aufenthaltsörter durchstreichen sie wiedas Wild auf bestimmten Wegen. Jede Heerdehat ihren eigenen. Durchkreuzen sie sich, so ver-weilen sie zwar eine Zeitlang im gesellschaftli-chen Kreise beysammen, allein keines dieser Thiereverwechselt bey der Trennung seine Heerde, jedeStute, jeder Hengst hangt der seinigen an, folgtder Familie, aus deren Blute, von deren Raße,von deren Farbe er abstammt.
Ein halbwildes Gestüt *).
Die halbwilden Gestüte unterscheiden sichVon den ganz wilden darin, daß die Stuten vonzahmen Hengsten entweder in der Freyheit, oderaus der Hand beschälet werden **), auch nurdie Stuten das ganze Jahr hindurch, die Bc»
schäl-
*) S- von Tennecker a. «. O. S. ff.
") Aus der Hand beschälen heißt, wenn die Paarung dieserThiere unter unserer Anordnung steht, und die Stutenden Hengst nicht nach ihrer Neigung, nach ihrer Ver-wandtschaft. nach ihrer Liebe wählen könne», sonder» nurden zur Befriedigung ihrer Leidenschaft und zur Befruch-tung zugesellt bekommen, welchen wir für die Erzeugungguter Fohle» am geschicktesten halten, kurz wo die Stu-ten mit Gewalt, wo sie gefesselt beschält werden-