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der natürlichsten und vollkommensten Pferde-zucht, vorziehen müssen. Denn obgleich dieseZuchten wie aus der Natur gehoben sind, sokönnen doch die wilden Sturen ihren Hengstselten oder niemahls nach ihrem Hange wählen.Fast immer werden sie gezwungen, sich von dembedecken zu lassen, der sich durch Starke ihrerHeerde aufdrang. Die muthigen, die bösenHengste bekämpfen, bekriegen unausgesetzt dieschwachen, und diejenigen, die nicht von ihremLeiste, von ihrer Farbe sind, sie verletzen sie,oder verjagen sie ganz von ihrer Heerde.
Um diesem Mangel der wilden Zuchten ab-zuhelfen vermag auch die Kunst nichts. Jederneue in das Gestüt gelassene Hengst, wäre erauch noch so treffend nach der Raße der Stu-ten gewählt, wird von den alten Beschälern,sollten sie auch nur erstlich etliche Tage Bewoh-ner von diesem Platze seyn, verjagt oder zumKrüppel geschlagen.
Eben so geht es den Stuten von Seitender Stuten. Jede neu eingelassene wird vonihrem Geschlecht eben so verfolgt, wie jederneue in das Gestüt gelassene Hengst von alternHengsten. Folglich können die wilden Gestütenicht so verbessert werden wie man will, undwie es nöthig wäre. Deswegen sind sie nichtso fruchtbar, nicht so nützlich, nicht so gut alsman glauben sollte. Diesem Mangel gesellensich noch mehrere bey. Unter den ältern Be-schälern macht sich der starke, der böse, einengrößer» Anhang von Stuten, als er vermöge'seiner Kräfte zu befruchten im Stande ist.
Von einer andern Seite betrachtet werdenHie Beschäler durch die stete Aufsicht über dieSturen, durch die stete Eifersucht gegen fremde
und