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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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Pferd. Z87

sie 4^ Jahr alt sind, werden sie des Sommersdaselbst auf die Weide gebracht, und des Win«ters in Stallen gefuttert: nach diesem erreich«ten Alter aber zu ihrer Bestimmung entwederausgestaltet, oder in der Folge verkauft. DieseHengstfüllen werden nicht eher an die Krippegebunden, bis man sie ausstattet; denn bis da-hin behalten sie in den Stallen ihre völligeFreyheit. Es versteht sich aber, daß. sie nachihrem Alter in verschiedenen Stallen abgeson»dert stehen, weil die Schwächer« sonst sehr lei-den könnten.

Da diese Pferde so lange r'n Freyheit blei-ben; so ist leicht zu erachten, daß sie sich allemZwange um desto mehr widersetzen, da sie vonNatur zur Wildheit geneigt sind. Der An-fang, den man machen muß, , um ihnen dieHalfter über den Kopf zu bringen, wenn sievon Varenholz nach Dermold geführt werden,ist oft mit Lebensgefahr verknüpft; denn es gehtselten, aller Vorsicht ungeachtet, ein Jahr vor-über, daß nicht jemand Schaden dabey nimmt.Nachher ist ihre Abrichrung wert gefährlicher,wenn man ihre Art und Gewohnheit nichtkennt; hingegen zeigen ste^sich auch bald auf ei-ner bessern Seite, wenn man sie so behandelt,wie es ihre Art erfordert.

Am Ende des Monathes April werden diefür das Gestüt bestimmten Beschäler, welche indem gräflichen Marstall stehen, zum Bedeckennach Lopshvrn geführt, womit aus unten anzu-zeigenden Ursachen erst am isten May der An-fang gemacht wird.

Die Beschälzeit dauert vorn tsten May biszu Ende des Junrus, und in jeder Woche sinddrey Tage, nähmlich der Montag, Mtttewoch

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