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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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wird; welche mit der Hippomanes des Füllen-nicht verwechselt werden darf.

Bey allen Thieren findet sich der Begat-tungsrrieb zu einer gewissen Zeit ein, und istvon der Natur auf eine solche Art geordnet,daß das weibliche Geschlecht das männliche zuder Begattung einladet. Die Kennzeichen, woc«an man bemerkt, daß die Stuten rossig sind,fallen leicht ins Auge. Der Untertheil ihresGliedes schwillt mehr wie gewöhnlich auf, sobaldsie andere Pferde sehen, wiehern sie, suchen sichihnen zu nähern, drehen ihnen, wenn sie nahesind. die Croupe zu, und lassen die erwähnteFeuchtigkeit aus dem Gliede rinnen. Zu Zeitenmacht das Verlangen, sich zu begatten, solcheEindrücke auf sie, daß sie sogar von; Futter las-sen, und wenig fressen. Dieses ist sodann derZeitpunkt, welchen man zur Begattung wählenmuß, wenn er mit Wirkung geschehen soll. Indem Falle, wenn man von der Hihe der Stu-te nicht völlig überzeugt ist, führt man einenabgenuhten Beschäler zu ihr, welcher sie durchsein Schreyen aufmerksam macht, und welchen, man den prsbirhengst oder Pranger zu nen-nen pflegt. Nähert sich diesem die Stute, undläßt sie sich von ihm besteigen, so ist es ein Zei-chen, dass sie die Begattung-fordere. May-läßtauch wohl bey dem Probiren die Ruthe desBeschälers in das Glied der Stute gehen- abergeschwind wieder zurückziehen, damit er nichtden Samen entlasse und die Stute befruchte.Verlangt die Stute die Begattung: so führtman den ihr bestimmten Beschäler herzu, undläßt sie gehörig bedecken. Zn zahmen Gestütenkann man zum Proviren einen abgenuhten Be-schäler wählen; dieses geht aber in halb wrtden

Ge-