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Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
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Pferd.

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Gestüten nicht an, weil matt da einen jungenraschen Beschäler haben muß, wie es oben beyder Beschreibung des Serwergestüts schon be-merket wurde. Ein Probirhengst wird oft zumBeschälakrus gereizt, und muß unveerichteterSache wieder an seine Krippe. Ihn befallen da-her zu Zeiten schädliche Krankheiten, denen mandadurch zuvor kommt, daß man ihn dann undwann eine Stute von geringem Werthe bedek-kett läßt, welches um so mehr bey jungen Pro,bierhengsten nöthig ist.

Eine Stute wird nicht allemahl gleich vondem ersten Beschälen befruchtet, sondern es mußder Zeugungsaktus gemeiniglich mehrmahls wie,derhohlt werden. Man wählt dazu jedesmahlden 5>ken Tag nach dem zuletzt geschehenen. Ei-nige Kunstverständige wollen hierbey angemerkthaben, daß man die Wiederholung des Abendsverrichten solle, wenn das Beschälen das vorher-gehende Mahl am Morgen vorgenommen wäre,und umgekehrt, damit es von besserer Wirkungsey. Vielleicht empfindet eine Stute am Mor-gen, und eine andere am Abend mehr Reiz dazu.Inzwischen muß es jedesmahl im Kühlen ge-schehen.—^ Damit die Stute sich bey dem Sprun-ge bewahre, pflegen einige, nach dem Bejchälak,tus die Stute zu traben, in das Wasser zureiten, oder einen Eymer voll Wasser vor daSGlied zu schütten, oder auch sie mit einer Ru,the oder Stock über das Kreutz zu schlagen,welches alles auf Voruttheilen beruhet, und da-her keiner Nachahmung verdient.

Eine Stute ist vierzehn Tage ödet dreyWochen rostig, das ist, in der Beschaffenheit,daß sich ihre Natur zur Empfängniß angeschickthat, wenn sie nicht zu Anfange der Hitze gleich

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