Buch 
Das Pferd und die Pferdezucht, oder Beschreibung der merkwürdigsten Racen, der Eigenschaften, Vollkommenheiten und Fehler, so wie der Zucht, Fütterung und Wartung der Pferde in verschiedenen Ländern / von Heinrich Gustav Flörke
Entstehung
JPEG-Download
 

468 Pstrd.

und 8 Fuß in der Breite hält, sind in jeder StreueThüren, welche mit einem Riegel verschlossen wer»den. Zur Deutlichkeit sind diese Thüren in derZeichnung bemerkt, und o bedeuten die offenen,^ xaber die zugemachten Streuen. Die Höhe der Ställebeträgt 15 Fuß, und es find über 'denselben nurBoden zu Kourage. Es muß die Einrichtung so ge-macht werden, daß man selbige von oben herunterden Stuten reichen kann.

L ist der erste große Hof, in dessen Mitte maneinen Springbrunnen anlegen kann, aus welchemauch das Wässer in die Ställe geleitet wird, damitman entweder bey ^ Brunnen in dem Stalle, oderan einem schicklichen Orte außerhalb des StalleSanlegen könne, um es in die Krippen zu pumpen.

Das iu der Mitte stehende Haus ist die Woh-nung für den Gestütmeifter, worin i die Wohnstubeund 3 die Knechts- und Gesindcstube, welche beydemit einem Ofen geheitzt werden können. 2 ist dieSchlafkammer; 4 noch eine Stube, wozu'die Kam-mer Z gehörig; 6 die, Küche, nebst 7 der Speise-kammer.

Dieses Haus hat eine zweyte'Etage, welche sichüber die Ställe vv erstreckt, und den Raum In.IV. V. und Vl. einschließt. In dieser Etage, welche25a Fuß in der Fronte, und 45 Fuß in der Breitehat, werden ein Saal und ein paar Zimmer für dieHerrschaft, eines für den Oberstallmeistec, und nochein anderes für den Stallmeister, nebst einer Ge-schirr- und Sattelkammer angebracht, und im Dachewerden die nöthigen Zimmer und Bequemlichkeitenfür die Bedienten besorgt. Zwischen dem Wohnhauseund den Ställen O v, sind leere Räume d. b. von12 Fuß in der Breite, welche sowohl dazu dienen,den Hintern Hof mit dem vorder» zu verbinden, alsauch die herrschaftlichen Wagen aufzunehmen, diedarin bedeckt stehen, weil die zweyte Etage darübergedauet ist. Unter diesem Gange finden sich auchdie Hauptthüren zu den Ställen VO. l? ist ein mirabgetheilten Streuen erforderlicher Hengstfüllenstall,worin l? Stück Zjährige Raum haben, und worinsie bis zum vierten Jahre bleiben, sodann nochmahlsauf die Weide gehen und zu ihrer Bestimmung auf-gestaut werden. S.llte man diese Füllen anzubin-den nicht für gut halten, so läßt man die Abtheilun-gen