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jedes dieser Pferde dem Kaiser jährlich —: an40 fi. Kaisergeld kostete, und durch das Zusäm-treiben der erzeugten Fohlen aus weit entlege-nen Provinzen auf einen Platz, wenn die Foh-len r Jahr alt waren/ (wo sie sodann durch dieweite Reise erhitzt und ermüdet, zugleich auchein neues Klima und anderes Futter, und vor-züglich das schlechte Wasser in Ungarn gewöh-nen mußten,) sehr viele durch eingerissene tödtli-che Krankheiten und Seuchen starbers: so gingman von dieser Einrichtung ab, und errich-tete dagegen dieses Militairgestüt, wo jedesPferd jährlich nur 6 Gulden kostet. Zwar schei»net dieses fast unglaublich, daß man ein Pferdein Jahr lang mit so geringen Kosten erhaltenkönne. Wenn man aber dabey bedenkt, daß siedas ganze Jahr hindurch unter freyem Himmelweiden, und daß sie höchstens des Winters mitHeu, welches daselbst sehr wohlfeil ist, gefüttertwerden, so findet man die Sache wirklich ge-gründet."
„Der Obrist von O^sleomer:, welcher jetztdie Direction dieses großen, in seiner Art einzi-gen Gestütes hat, ist der thätigste und unermü-detste Mann, ein Mann voller Nachdenken undEntwürfe zum Besten des Monarchen, dem erdient. Im letzten Türkenkriege hat er sich durchfeinen Handel, dusch mancherley Speculationenund durch seinen sauern Schweiß und mancher-ley Bemühungen ein schönes Vermögen erwor-ben, und überdieß bekam er noch vom KaiserJoseph dem Zweyten, der wahre Verdienste zuschätzen aber auch zu belohnen wußte, ein schö-nes Gut im Bannat, zur Belohnung für seinein diesem Kriege und bey dem Gestüt, demStaat geleisteten wichtigen Dienste." "
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