Pferd.
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trächtig. Man sieht daraus, wie viel Einfluß dieFreyheit auf die Begattung und Vermehrung derThiere hat. Niemahls, oder nur äußerst selten/ wer-den in Gestüten, wo aus der Hand beschält wird,alle Sturen trächtig werden.
Es sind 5 solcher Hengste, die im Freyen beschä-len, wovon der eine braune Stuten, der zweyteRappen, der dritte Schimmel, der vierte Mohren-köpfe, und der fünfte Füchse und Falchen in seinerZutheilung hat.
Ausserdem werden aber auch noch mehrere Stu-ten aus der Hand im Gestütshofe beschält, undhierzu sind noch z Beschäler im Stall. Auch dürfeneinige Beschäler und der Probirhengst weichen manhier den Versucher nennt, die Bauernfturen ausder Gegend beschälen.
Unter den Mutterstuten sind wirklich sehr schönePferde, welche lang gestreckt, gut gestellt, gut auf-gefetzt, und rein sind, auch meistens RamsköpfeHasen Man sieht fast alle Farben im Gestüte, au-ßer keine Schecken, Schweißfüchse und Schecken,welche alle nicht geduldet werden. Besonders schönfind die Füchse, die Hellbraunen und Schimmel. Diemeisten Mutterstuten sind von starkem Reitschlage,wenige von großem Zugschlage. Auswärts gehendePferde hare ich keine im Gestüte gesunden, aber ei-nige mit Piphaken und etliche langgefesselle. Diejährigen und zweyjährigen Fohlen wachsen schnellauf, aber alsdann bleiben sie im Wachsthum zurück.Im Ganzen ist das Gestüt schön, und die Pferdegut gehalten, und die Stallungen auch ziemlichreinlich.
Die Fohlen fallen gemeiniglich später, als ittandern Gestüten, theils weil die Hengste spät zu denStuten kommen, theils weil die meisten Stuten erstim May aufnehmen.
Die Beschäler sind lauter Hollsteiner, und esist wirklich Schade, daß ein so guter Schlag von»Mutterstuten, keine bessere Beschäler von edleremBlute hat.
Die i, 2, Z und 4jährigen Fohlen von jedemGeschlechte gehen in besonderen Abtheilungen, aberallezeit alle 4 Jahrgange mit einander.
Ich Stall stehen die r, 2 und zjährigen Fohlen
ohne Stände oder Streubäume neben einander.
Die