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Er that nichts daran, als den Fuß täglich z, "Mahl mit warmen Wein zu bähen, und be<-^ streute jedesmahl denselben mit weißem Zucker,legte auch noch eine mit gutem Zucker bestreuteBausche darüber, und band den Fuß sorgfältigein. Nach Verlauf von einem Monathe oderfünf Wochen ward das Pferd zur Verwunde«run.g aller Kunstverständigen wieder hergestellt."Von dieser Zeit an, sagt Herr Stutiere, bedie-ne ich mich des Zuckers in allen ähnlichen Fäl-len, und befinde mich recht sehr gut bey dessenGebrauch.
Zu Tournay hat jemand, nach vielen ver-geblich angewandten Mitteln wider das Herz-, schlechtigwerden seiner Pferde, selbige hauptsäch-lich mit Mohrrüben (Carotten) zu füttern an-gefangen, und ist so glücklich gewesen, in weni-? gen Wochen die Pferde gänzlich hergestellt zu. sehen. Man gibt ihnen diese Mohrrüben ganznüchtern, nachdem sie zuvor abgewaschen wordensind, damit weder Erde noch Sand daran hangt.Eine halbe oder ganze Stunde nachher führtman sie einige Zeit in freyer Luft herum, undgibt ihnen bey der Zurückkunft noch einmahlvon diesen Wurzeln, läßt sie alsdann ein wenigruhen, und setzt sie dann wieder in Bewegung.Fleißige, nicht zu heftige Bewegung in frischerLuft mag auch viel zur Genesung der Pferdebeygetragen haben.
Die Habessinier haben eine große Fertigkeitim Reiten. Sie füttern ihre Pferde fast durch?gehends mit Gerste, unerachtet der Hafer wildin ihrem fruchtbaren Lande wachst.
König Heinrich der Vierte von Frankreichhätte die. Gewohnheit, sehr oft in seine Pferde-stalle zu sehen, ja er schlief sogar öfters bey die-ser