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Wallache», wobey der obbesagte Spieler gewal-tige Summen gegen alle eingeschriebene Rennerim Voraus wettete, ohne doch im Voraus zusagen, für welchen er selbst wette. Wenige Au-genblicke, bevor das zweyte Rennen mit Walla-chen beginnen sollte, ließ dieser Mensch seinennoch zitternden Hengst, der eben den Sieg ge-wonnen hatte, vorführen, und auf der Stelleverschneiden, um ihn dadurch zum WettkampfMit den übrigen, zu qnalificiren. Das edle Thierachtete auch wirklich für den ersten Momentnicht auf die Verstümmelung, und gewann denPreis für seinen schmuhig gewinnsüchtigen Herrnmit dem Verluste seines Lebens, indem es vorErschöpfung und Blutverlust gerade am Zieletodt niederstürzte. Und dieser unmenschlicheSchlachterkniff erregte bey den Anwesenden wei-ter keine Mißbilligung, vielweniger eine gerechteStrafe, als daß man eö eine verteufelte Ver-feinerung der edlen Jockeykunst betitelte. Wozuöhle Hogarth seine vier Stationen der Grau-samkeit, wozu schrieb die edle Mistres Trimmerihre Lehre der Menschlichkeit gegen die .stummeKreatur?
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Verschiedene hier nicht abgehandelte Ma-terien, die Pferde betreffend, findet man in be-sonderen Artikeln der Encyklopädie vorgetragen,wohin unter andern alle Krankheiten der Pferdegehören, die unter ihrem eigenen Nahmen vor-kommen. Von der Ablichtung der Pferde wirdvorzüglich der Artikel Reitkunst handeln.
Schrif-