gcfachr r»ss Schuh über Zürich. Nach Nord-Nesterstrecken sich drey Stunden unter Zürich auf der«inen Seite der Heitersbcrg, auf der andern Seiteder Lägerberg.
Die Höhe, worinn die Stadt sich befindet, vev»fchast ihr eine reinere subtilere Luft. Da eine solcheLuft weniger auf die Säfte des Leibes drückt, sokönnen dicst sich besser erweitern. In Zürich drücktdie Luft beynahe neunzehnmal weniger, alsB.in Holland; eben darum macht sie den Körperbaulockerer, zarter, reizbarer. Die Reinheit und Subti-lität der Luft richtet sich aber auch nach der Lagedes Sees, der Limmat und der Gebürge. DasWasser schwängert die L»»ft mit Dünsten. Der Ost»wind ist trocken, und ihn hält zum theile der Zürcher,berg auf; der Westwind bringt von dem WestmcereRrgengcwölk, in etwas hält ihn der Albis- undUetliberg auf; der Südivind ist schwül, wird aberunterwegs auf den Schneegebirgen gefeuchtet ; derNordwind kömmt vom Eismeere mit schneidenderKälte. Gemeiner sind die Winde aus Nebengegen-den; gehemmt von den Bergen, werden sie heftig; mder obern und in der untern Luft regen sich zu gleicherZeit mehrere und wol auch entgegengesetzte.
Oeftere und schnelle Abänderung der Lnft hatdesto schlimmere Folgen, je mehr sie auf einen empfind,kichern Leib wirkt. Wenn z. B. plötzlich der Süd-