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Monatschrift für Helveziens Töchter / von Leonhard Meister
Entstehung
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11
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Eine Menge Quellen, die auf den Anhöhen rundum Zürich her entspringen, geben der Stadt grossenReichthum an Brunnen. In der grossen Stadtbefinden sich fünfzehn, in der kleinen Stadt sieben ,ohne diejenigen in den Vorstädten. Bey der Wasser-kirche entdeckte man im Jahr l?yr einen Gesund,Brunnen, der feit Jahrhunderten verloren getvefen.Die Wasserräder an der obern und untern Brücke,sind vom I. 1420; der Brunnen auf dem Linden-hofe, der durch Treibwerk n; Schuh hoch aus derLimmat emporfpringt, ist vom I. 1666, ein Werkdes Feldzeugmeister H. G. Werdmüllcrs.

Der Boden der Stadt besteht theils aus sandig,irr, theils aus Gartenerde, theils aus wildem schwarz-braunem Marmor; in der grossen Stadt ist derBoden fester, als in der kleinen. Diese liegt theil-tiefer, theils dem Ungestüm der Sihl ausgesetzt; jeneerhebt sich von West gegen Ost, von der Limmatbis an die Festnngswerker. Von da bis an denZürcherberg steigt die Gegend ohngcfähr 250 Schuhhoch. Gegenüber westwärts liegt der Uctliberg, nachScheuchzers Ausmessung n;7 Schuh in die Höhe.Von Ost nach Süd-West ziehn sich in einiger Fernetheils Schneegebirge, theils fruchtbare Alpen; sieerheben sich von Avpenzell und Toggenburg nachGlarns, Granbündtcn, Schweiz, Uri »nd Wallis,gleich einem Amphitheater; die höhern steigen - bislvooo Schuhe über das Ufer des Mittclmeeres, ohn-