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Monatschrift für Helveziens Töchter / von Leonhard Meister
Entstehung
Seite
41
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anstrengnng zu so manchem andern Studium, z. B.gewisser Fächer der Geschichte, der Erdbeschreibung,der Naturlehre, der Wirthschaft, der schönen Künste,der Moralphilosophie? Nein, größerer Anstrengungnicht, aber eines nähern Antriebs und Beweggrun-des. Sie will nun einmal gefallen, und gefallensoll sie. Warum nur dem eiteln Thoren, warumnicht auch dem männlichem Weisen, warum nur mder Welt, warum nicht im Schooße des Hauses?O vor allem aus strebt sie nach der Achtung undLiebe des Vaters, des Freundes, des Gatten. Undwie gewinnt sie die Liebe von diesen? Gewiß nichtweder als Zierpuppe noch als Tänzerin oder Ton-künstlerin, gewiß weit eher als geistreiche Gesell,schafterin, als weise Lebensgefährtin. Und wiebildet sie sich dazu? Ob wohl ausschliessend inder Schule der Putzmacherin oder an des Tanz-meisters Hand? Nein, wenn sie zu glänzen sucht,so sucht sie nicht blos zu glänzen; wenn sie anZerstreuung Geschmack hat, so findet sie nicht bloshieran Geschmack; wenn sie in der äußern schö,nen Welt lebt, so lebt sie nicht blos in der Welt.Armes Geschöpf, dessen Glück und Unglück ganz vonder Welt, von ihrem Händeklatschen und Auszischenabhängt! Wenn du nicht unaufhörlich entweder außerdem Hause herumtreiben, oder inner dem Hansegähnen und hinschmachten willst, so gewöhne dichan Selbstunterhaltung; gewöhne dich nicht blos anSLesen, sondern ans Denken! Wie? das Denken zieht