geschieht nicht in guten Absichten, daß man Euchals Feldprcdigcr wegschickt.
Zwingli.
Wie oft hat Gott nicht die Anschläge der Tho-ren zernichtet! Erinnert Ihr Euch, Herr Hofinann,jener unruhigen Sommernacht im Jahr izaz ? *) Einwilder Haufen drängte sich um mein Hans her. Hin-ter der Fenstersäule rief ich freundlich herab: WennIhr etwas verlangt, so kömmt Morgens bey Tage/nicht im Dunkel der Nacht; kömmt mit Worten,nicht mit Steinen! — Mir that'es leyd, daß manhierüber so scharfe Untersuchungen anstellen lassen.Ihr wißt, daß man den Hans Felix Aberli aus demFasse, worin er versteckt lag, herausgezogen, undsogleich in den neuen Thurm gelegt hat.
Hofmann.
Ja, noch gar wol erinnere ich mich, wie dirBürger auf die Zünfte — und die Landleutc vor dieStadtthore eilten, um ja ihrem allgeliebten Zwinglikein Leid widerfahren zu lassen ; aber, aber, MeisterUlrich, die Zeiten ändern sich, und mit den Zeitendie Sinnen und Herzen.
Zwingli.
Unveränderlich bleibt Gott! Mir thuts leid/wenn mich die Menschen mißkennen; aber ich beru.hige mich mit dem Bewußtseyn, daß mich der All-wissende kennt. Mir thuts leid, wenn mich die
*) Rhanen AUc. vsrir ci.IV, n. rz.