,eden Hausgenossen zur Nachahmung und Folglci-stung an. Geradezu stellt' ich ihr vor, daß, so wirihr Amt ehrenvoller sey, alö die Pflicht der Bedienten, sie freylich auch theils eine grössere Last, theilseine höhere Verantwortung habe, als diese. Diesenämlich theilen nicht» wie sie, mit dem Hausvaterden Besitz und Genuß von den Gütern des Hauses,und leiden nicht so, wie sie, bey dem häuslichenVerfalle. Sokrates: Und hierauf, was sagte dieGattin? Isichomach: D» thust mir Unrecht, sprachsie, wenn du glaubst, daß ich meinen Beruf für eineBürde ansehe. So wie es in der Natur liegt, daßdie Mutter nicht ihre Kinder verwahrlose, eben sonatürlich ist es, daß sie auch t»as Hauswesen nichtvernachläßige.
Die Frühlirrgssonne.
26>r fühlen's, bey der Wiederkunft der Sonne,Belebt uns neu die reinste Himmelswonne.Erheitert von dem jungen FrühUngsstrahl,
Weihn wir der Sonne heut ein Opfermahl.
O immer gleich, gleich treu kehrt sie zurücke,
Mit gleicher Kraft, mit gleichem Feuerblicke.
Sie lacht in nie entweihter Hochzeitkron'
D'er Nachwelt noch, wie einst der Vorwelt schom.Doch, Sonne, wo, wo findest du die Väter?