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Monatschrift für Helveziens Töchter / von Leonhard Meister
Entstehung
Seite
104
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ein wohlgeordnetes Heer ein; verworren hingegenwird es den Feinden zum Spotte. Die Hauswir,thin, welche ohne Ordnung alles hinwirft, kömmtmir gerade so vor, wie ein Verwalter, der Wäitzen,He«, Stroh, Mehl, Bohnen, kur;, alles durcheinander mengt, und der hernach mit Mühe, nichtohne Schaden, und nicht ohne Zeitverlust jedesmahldas Nöthige unter dem Schütte hervorsuchen muß.Wähl' du also, meine Geliebte, für jede Sache ih-ren eigenen schicklichen Platz aus, und leg' sie inden gleichen Platz wieder zurück. Auf solche Weisekönnen wir an dem Finger herrcchnen, was wir ha,den, und wo wir es haben. Der bestimmte Platzfordert gleichsam selbst sein Gerüche, und auf denersten Blick fällt alles in's Auge. Nicht nur Zeitersparet die Ordnung; nicht nur kömmt sie der Ab-nutzung vor; nicht nur befördert sie die Ruhe desHerzens und die Freyheit des Geistes und der Sin-nen ; auch ein schönes und gefälliges Schauspiel ver-schalt sie. In besondere Fächer, Schranken, Zim-mer getheilt, bekömmt alles einen Anschein vonHarmonie. —

— — Wozu ab« die schönste Anordnung, wen»sie nicht gehandhabeL wird? So wie in der Stadtdie öffentliche Ordnung von der obrigkeitlichen Poli.zey abhängt, so hangt im Hause die häusliche Ord-nung von der Hausmutter ab. Als Aufseherin nimmtsie von Zeit zu Zeit dien Augenschein ein, und treibt -r-noch mehr durch ihr Beyspiel als durch ihr Zureden