- - . r;;
gern theile ich hier einige von meinen Rezepten umsonstmit. Um <ie en voßue zu bringen, sollt ich sie alsselten und kostbar, als fremde Geheimnisse ankündigen,allein zum Marktschreycr bin ich verdorben. Ich solltevon dem Gebrauche der Kunstmittcl Beyspiele undZeugnisse der Tongeberinncn ausweisen, allein vonihrem Spiegeltische verdrängen mich armen altenMann meine geschworenen Feinde, der Friseur unddie Puzmachcrin. Nicht ohne Gefahr, daß man michmit Hohngclächtcr wcgschiken werde, leg ich etwasvon meinem Kram aus:
Neben solchen Kunstmitteln, als Puder, Pommade,Schminke, Wasser, Oele, Essenzen, empfehl ich —o, daß mir nicht sogleich ein fremder, gelehrter, vor-nehmer Ausdruk einfällt! — je nun, deutsch undgeradezu empfehl ich als köstliches Arkan gute gefälligeLaune. Heiterer glänzt keine Schminke. Vor dieseraus hat sie das Verdienst, daß sie so leicht nicht aus-löscht , daß sie der Haut eher Vortheil als Nachtheilbringt, und vor den Runzeln weit sicherer verwahrt.Aus was für Bestandtheilen aber besteht sie? O ja,wenn ichs verhrrle, so geschiehts , weil ich besorge,daß die Zubereitung abscherten mögte. Und doch —man weiß, ja, daß, um sich zu verschönern, eineDame zuweilen auch ein beschwerliches, auch ein ekel-haftes Mittel nicht scheut. Auf gutes Glük also theil',ch meine Rezept mit: — Man vermischt nämlich miteiner Dosis Bescheidenheit eine Dosis Herzensgute.Wol fermentirt, entspringt hieraus allgemeines Wehs-