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Monatschrift für Helveziens Töchter / von Leonhard Meister
Entstehung
Seite
169
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» ihm: Ich hoffe, die gud Meynung, die er von sich selbst hat, berede ihr, daß ihm dieses Nein günstig sey. Auch mag es Leute geben, die es glauben. Was für eine Tcrglcichung mach ich wol zwischen dem j;igen Jahrhunderte, und zwischen demjenigen, das wir gcsein haben!

Daphne, die mir diy'e Blätter zurükbringt rGroßmama findet, daß solche Artikel, wie Ninonund Maintcnon, weder für sie noch für mich schiklicheLektüre seyn.

Ich. Und warum nicht?

Daphne. Wozu solche Beyspiele für uns?

Ich. Freylich;ur Nachahmung nicht.

Daphne. Wozu denn?

Ich- Vielleicht zur Beobachtung?

Daphne. Und wozu die?

Ich. Dieß giebt sich von selbst. Theilen Sie mirnur erst ihre Bemerkungen mit.

Daphne. Zu weit ausser meinem Kräise triebendiese Weiber ihr Svicl. Wie denn beurtheile ich sie?

Ich- Ganz ohne alle Rükßcht auf Zeit und Ort;ohne Rüksicht auf die Umstände, auf das höhereTheater.

Daphne. Also nuv, wie jede andere Frauens-person ?

Ich. Und, unter diesem Gesichtspunkte, wasurtheilen Sie?