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Lage und Richtung des Eisfeldes, ist auch die Mengeund die Beschaffenheit des Eises verschieden. Nichtselten sind die Eislagcn von «o, ivo 200 bis ;ooSchuhen. Je flacher oder horizontaler der Boden ist,desto gleichförmiger ist auch das Pflaster von Eise.Auf den Gcfielden des Lautcraargletschcrs, die sichStunden weit ersticken, könnten bey hundert und mehrKutschen neben einander fahren. Wirklich hat manauch über den Gletscher des Gricsbcrges im obernWallis eine Strasse gezogen. Beym Gletscher zwischenLautcrbrunn und Gastcrrhal könnten sich auf den Eis-feldern ganze Heere entfalten. Meistens aber kostetes sehr viel Mühe, bis man diese Ebenen erreicht»Die Ausflüsse der Gletscher nämlich verbergen sich ent-weder unter wildem Gesträuche, oder sie holen Schränkeaus und wälzen rund umher Fclstrümmer.
Bey steilem oder abgebrochenem Boden formirtder Druk der obern Schnee - und Eislastcn Risse undSpülte. Von der Höhe stürzen ungeheure Stükc indie Tiefe. Je nachdem die tiefere Gegend theils vomRegen theils von der Sonncnhize diese oder jene Ver-änderung leidet, zeigt sie sich bald unter diesen baldunter jenen Eisgcstaltcn. Zuweilen fülle» die obernGletscher die untern Thäler mit ihrem Erguß aus,wie z. B. im Grindclwald und im Chamounithale.
Die Oberfläche dieses Eises ist nicht schlüpfrig,sondern rauh und körnigt, löchcrigt und ohne starkenZmammenhang. Hieraus ergiebt sich, daß es tvedebdu.ch das Gefrieren grosser Waffcrbcken, noch durch