der guten werden. Matth. V. i s. i 6 . _ 48s
und massig / und gerecht / und gottfeliglich in derjezigen Weltlebet/ re. Auf euch giebet die Welt am allergenäuesten Ächtung/ ob sie Dr.-:an euch was mit recht finde zutadeln/ acb thut es dann dieser bösen Ver-leumderin heiliger Weise z'leyd / und führet euch so auf / daß fie bey die-sem ihrem Vorhaben zuschanden werde, wandelt dem EvangelioChristi wirdiglich. Seyt arm im Geist/ traurig über euere und an-derer Sünden/jansstmüchig/ hungerig und durstig nach der Gerech-tigkeit/ barmherzig / rein im Herzen/ friedfertig/ freudig und gedul-tig in Creutz und Trübsalen. Seyt ein geistliches Salz der Erden/geistliche Lichter der Welt/ eine Stadt/ die auf einem Berg liegt.Haltet/ und lehret auch andere halten selbs/ die kleinste der GöttlichenGeborten. Bcfieiffet euch eitler Gerechtigkeit / welche die Gerech-tigkeit der Schrifftgelehrten und Pharisecren weit weit übertreffe.Halter / so viel an euch ist/ Friede mit jedermann. Reisset auseuere Augen / die euch ärgeren. Hauet ab eitere Hände und Füsse/die euch reizen/ und werffet sie von euch. Liebet euere Feinde/fegnet/die euch verfluchen / thut Guts denen/die euch hassen/und bittetfür die / die euch beleydigen und euch verfolgen. Lastet euch hievonnichts abhalten. Lasset euch nicht abhalten / daß etwann die Welt sagt:
So leben/ und seine gute Wercke so vor den Leuthen sehen lassen/ seyeHeucheley / und die habe Jesus drunten rm vi. Cap. zu mehreren mahlenverbotten. Ach das ist ein gefährlicher Grteff des Teuffels / und eine sünd-liche Verkehrung der Wahrnung des Herren Jesu vor der Heucheley.Heuchele« ist/wann ein Mensch sich äusserlich nur anders anstellet/ als eres aber ist wircklich in dem Herzen; wann er durch Almosen geben / undfasten / und bütten vor den Leuthen ihnen einen blauen Dunst vor die Augenmachet/und sie/ -aß er ein besonderer Heiliger seye/ zu bereden suchet/ ober gleich im Herzen ein Schalck ist. Anders ist es ja beschaffen mit euch.
Da stimmet Herz und Mund mit einandern überein. Das weißt Gott/der Gott / der Herzen und Nieren erforschet/ und so ist euere auchden Leuthen in die Augen scheinende Gottseligkeit keine Heucheley nicht.
Ein anders ist über das / seine gute Wercke nur thun zu dem Ende hm/daßman von den Leuthen gesehen werde/und Ruhm bey den Menschen erlange;und ein anders Wercke thun / welche die Leuth nothwendig aus ihrer Natursehen müssen / und das zu dem End / damit diese dadurch seliger Weise er-awunnen / und der Vater in den Himmeln gepriesen werde. Ach das»erstere hat Jesus nicht verbotten/ sonder nur das erstere. Nun aber absol-viret euch in Ansehung dessen wiederum euer Gewissen / das euch ja daströstliche Zeugnus giebet/ daß ihr bey dem Fleiß euerer Gottseligkeit ja wahr-